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2. Oktober 2014

Land der Schwermut? Der Schriftsteller Georgi Gospodinov über Bulgarien

Mit Georgi Gospodinov hat Ralf Borchard gesprochen

Er gilt als literarische Stimme Bulgariens: der Schriftsteller Georgi Gospodinov, Jahrgang 1968. Für seinen im Frühsommer auch auf deutsch erschienen Roman „Physik der Schwermut“ erhielt er hymnische Kritiken. Gospodinov durchstreift in dem Buch 100 Jahre Geschichte – seiner Familie und seines Landes, im Stil zugleich realistisch und phantastisch, schwermütig und humorvoll. Kurz vor den Parlamentswahlen am kommenden Sonntag spricht Gospodinov über die Spuren des Kommunismus, die jüngsten Bürgerproteste, und über das Defizit an Hoffnung in Bulgarien, Europa und der Welt. „Ich mag die Schwermut, weil sie Empathie ausdrückt. Ich mag traurige Menschen, weil sie zögern, zweifeln. Nur Menschen wie Putin werden nie Schwermut empfinden“, so Gospodinov im Gespräch mit Ralf Borchard in Sofia.

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