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26. September 2014

Gas-Pipeline South Stream: Bulgarien drängt, die EU bremst

Auf Spurensuche in Bulgarien hat sich Ralf Borchard begeben

Projekt South Stream. Grafik: Kurier/APA

Es ist eines der teuersten Energie-Projekte aller Zeiten. Die Mammut-Röhre soll russisches Gas unter Umgehung der Ukraine nach Europa transportieren: die Gas-Pipeline South Stream (Südstrom). Für Präsident Wladimir Putin ist South Stream Teil seiner Strategie, Länder wie Bulgarien, Serbien und Ungarn wirtschaftlich noch enger an Russland zu binden, Moskaus Einfluss in Südosteuropa wieder auszuweiten und im Ergebnis die EU zu spalten. Schlüsselland für das South Stream-Projekt ist Bulgarien – dort trifft die geplante Unterwasserleitung durch das Schwarze Meer erstmals auf EU-Festland. Auf Druck der EU ist der Bau von South Stream offiziell gestoppt, doch in Bulgarien gehen die Vorbereitungen de facto weiter. Im ARD-Interview erklärt der bulgarische Wirtschaftsminister Wassil Stonow, warum sein Land die Pipeline unbedingt bauen will. Auch andere EU-Länder wie Österreich drängen auf die Realisierung von South Stream. Und deutsche Firmen wie Siemens, die BASF-Tochter Wintershall und der Röhren-Spezialist Europipe sind ebenfalls involviert.

Kommentare (1)

Szücs am

Was Deutschen erlaubt ( Nordstrom 1 und 2) zB. dürfen Balkanländer nicht ! Ach sowas, das ist dann die sog Solidarität!!

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