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14. August 2014

René Benko – Tiroler „Goldjunge“ mit Flecken auf der weißen Weste

„René Benko – Der Goldjunge aus Tirol“ – Ein Audiobeitrag von Stephan Ozsváth

 

René Benko mit seiner Ehefrau und Vizekanzler Michael Spindelegger bei der Stanglwirt-Weißwurstparty im Jahr 2012. - Foto: picture-alliance/ dpa
René Benko mit seiner Ehefrau und Vizekanzler Michael Spindelegger bei der Stanglwirt-Weißwurstparty im Jahr 2012. – Foto: picture-alliance/ dpa

Die Schule hat er abgebrochen. Es zog den Beamtensohn René Benko schon früh in die Wirtschaft. „Deshalb habe ich mein eigenes Unternehmen gegründet“. Vor 15 Jahren legt der Innsbrucker so den Grundstein für ein Immobilienimperium, heute ist seine Firma Signa gut 5 Milliarden Euro schwer.
Benko hat in Immobilien in besten Innenstadtlagen (etwa in Wien) investiert, genauso wie in Shopping-Malls „auf der grünen Wiese“. Und er interessiert sich für Kaufhäuser. 2013 kaufte er die Karstadt-Filet-Stücke: Das KaDeWe in Berlin, zwei weitere Edel-Shopping-Tempel in Hamburg und München, sowie die Läden der Sparte Karstadt Sports. Bekannt in Deutschland wurde Benko durch seinen Versuch, Kaufhof zu übernehmen. Allerdings scheiterte der Deal – Besitzer Metro sollte Benko Medienberichten zufolge die Kaufsumme leihen. Metro winkte ab. Jetzt haben seine Signa-Holding und der bisherige Karstadt-Besitzer Berggruen bestätigt: Benko wird die verbleibenden 83 Karstadt-Warenhäuser komplett übernehmen. Dies komme einem Rauswurf Des glücklosen Karstadt-Investors Bergruen gleich, so Spiegel-Online. Der habe ihn – Benko- zu Hilfe gerufen, wird der Österreicher im Wirtschaftsblatt „Format“ zitiert.
Benko ist wegen einer Korruptionsaffäre vorbestraft. Denn jetzt wurde das Urteil in einer weiteren Instanz bestätigt: Ein Jahr Haft auf Bewährung. In die Affäre ist auch der frühere kroatische Premier Sanader verwickelt. Er sitzt wegen Korruption in Haft.

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