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7. August 2014

Rumänien: Kanalkinder in Bukarest

Von zu Hause geflohen oder verstoßen, leben Hunderte Kinder unterhalb der Straße in den Kanalschächten der Stadt. Im Untergrund haben sie aus der Not heraus eine Parallelwelt geschaffen, geprägt von Sucht, Krankheit und Gewalt. Die Politik scheint die Kanalisationskinder vergessen zu haben, kaum jemand kümmert sich um sie. Eine Rückkehr in die Gesellschaft ist schwierig bis unmöglich. Viele hausen dort bereits seit Jahrzehnten, wurden erwachsen, ohne den Absprung in ein geregeltes Leben zu schaffen. Tagsüber sind sie in der Stadt unterwegs, auf der Suche nach Geld und Lebensmitteln, nachts suchen sie Schutz in der Kanalisation. Die Lebenserwartung der Kanalkinder ist nicht hoch. Susanne Glass hat sie in ihrer abgeschotteten Welt unter den Straßen von Bukarest besucht.

http://youtu.be/GY2YkQ1dVGU?hd=1

Bericht: Susanne Glass | Kamera: Alex Goldgraber | Schnitt: Roland Buzzi

Kommentare (2)

M.M.H. Schiwon am

Die Ministerpräsidentin sollte sich um diese Kinder sowie um die vielen Waisenhäuser
und die Strassenhunde kümmern. In Rumänien geht es zu wie im Mittelalter. Die Be-
hörden sind alle korrupt. Die Waisenkinder haben keine Lobby, die feinen Damen und
Herren leisten sich alles, was sie jahrelang nicht hatten. Die Hunde werden abge-
schlachtet. Und die EU zahlt und kümmert sich einen Dreck. Es bringt den EU-Politikern
mehr, wenn sie von Bayer geschmiert werden. Wer setzt sich denn für die rumänischen
Kinder und Hunde ein? Da muss erst jemand aus dem Ausland kommen, um darauf
aufmerksam zu machen? Wer sorgt für die Strassenhunde, die eingefangen werden und
qualvoll krepieren. Man könnte meinen, Rumänen seien keine Menschen, aber das ist
die Armut, die von der Regierung nicht bekämpft wird. Oder glauben Sie, dass die
feine Frau Ministerpräsidentin in den Gulli steigt? Es läuft ganz viel falsch in der Welt,
Die Korruption in Rumänien wird von deutschen Politikern unterstützt und alle sehen
zu. Die Menschen, die im Tierschutz arbeiten und ihre Zeit und ihr Geld opfern, werden
von der Ministerpräsidentin nicht geehrt oder gar gefördert. Ich weiss nicht, warum
viele Rumänen sich alles gefallen lassen. Nach Rumänien darf kein Geld mehr fliessen.
„Rausschmeissen“ aus der EU fordern viele Menschen im Netz.

Regina Adams am

Gibt es die Möglichkeit für die Kanalmenschen in Bukarest zu spenden ?

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