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6. August 2014

Angst vor neuen Fluten in Bosnien und Serbien

„Neue Überschwemmungen auf dem Balkan“ – Ein Audio-Beitrag von Ralf Borchard

„Nein, nicht schon wieder!“ denken vielen Menschen, etwa in der Region Tuzla. Nicht noch mehr Regen, neue Fluten, neue Überschwemmungen. In Ortschaften wie Topcic Polje wird befürchtet, dass Berghänge erneut aufweichen und ins Rutschen geraten könnten. Dabei haben in Bosnien-Herzegowina wie Serbien gerade erst Proteste mit Blick auf das Hochwasser im Mai stattgefunden: etwa in Obrenovac bei Belgrad, wo die Menschen wütend sind, weil zugesagte Hilfsgelder nicht ankommen. Mehr als 100 Millionen Euro an Spenden, knapp 900 Millionen an günstigen Krediten hat das Ausland allein Serbien nach Medienberichten zugesagt. Und jetzt droht in den gleichen Regionen neues Hochwasser, gut zehn Wochen nach der „Jahrhundertflut“ in Bosnien, Serbien und Teilen Kroatiens im Mai.

http://youtu.be/yQHBd4ZOk0Q

In Banja Koviljaca in Serbien gab es das erste Opfer der neuen Überflutungswelle. Milos Djuric (65) ertrank im Keller seines Hauses als er die Heizungsinstallationen überprüfen wollte. Nach Angaben von Bewohnern fielen seit gestern Abend in Banja Koviljaca 120 Liter Regen pro Quadratmeter.

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