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5. August 2014

Till Rüger im Porträt – Der neue ARD Fernsehkorrespondent für Südosteuropa stellt sich vor

Eigentlich ist Karl May an allem Schuld. Zu meinem 10. Geburtstag schenkte mir mein Vater ein Exemplar der Prachtausgabe von Winnetou. Band für Band verschlang ich die Abenteuer von Old Shatterhand, Winnetou und vor allem von Kara Ben Nemsi, dem Romanhelden Karl May´s, den seine Abenteuer Richtung Orient verschlagen. Mehrere der Bände spielen in Südosteuropa: „Durch das Land der Skipetaren“, „In den Schluchten des Balkan“ und „Der Schut“.

Damals als Zehnjähriger wusste ich: Diese Länder des Balkans willst du -im Gegensatz zu Karl May- wiklich bereisen und über sie schreiben. Seit 1. August 2014 ist dieser Kindheitstraum in Erfüllung gegangen, und ich berichte als ARD Fernsehkorrespondent, aus dem Studio Wien, über die Höhen und Tiefen von Politik und Gesellschaft auf dem Balkan.

Geboren und aufgewachsen bin ich in Nürnberg, habe Biologie, Politik und Journalistik studiert, an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und an der American University in Washington D.C.. Über ein ganz anderes Thema promovierte ich an der Uni Erlangen: Die Metamorphose von nachtaktiven Schmetterlingen – den Sphingidae. Nach Stationen bei den Nürnberger Nachrichten, lokalen Radiosendern, dem amerikanischen TV-Sender CNBC-BusinessNews in Washington D.C., sowie dem Studio Franken des Bayerischen Rundfunks (BR), absolvierte ich ein ARD Volontariat beim BR in München.

Ab 1998 war ich dann auch in Sarajevo, in Pristina und Prizren sowie in Belgrad für den BR als TV-Reporter im Einsatz. Von 2002 an berichtete ich während der 2. Intifada als Reisekorrespondent für die ARD aus dem Nahen Osten: Israel, der Westbank und Gaza. Ich recherchierte zudem zahllose investigative Themen für die Sendungen „Kontrovers“ und „Report München“. Daraus entstanden unter anderem Dokumentationen über die Hintergründe des Olympiaattentats von 1972 und des Oktoberfestattentats von 1980. Ab 2010 war ich regelmäßig als Vertretung im ARD Studio Wien für das Berichtsgebiet Südosteuropa zuständig. Privat gehe ich gerne Bergsteigen, Radfahren und Klettern und sammle alte Bücher.

Und selbst heute denke ich noch manchmal beim Schreiben meiner Texte und beim Schneiden meiner Beiträge an Karl May und seine Abenteuerromane. Wie hätte er wohl diese Geschichten erzählt? Und wie hätte er die Menschen beschrieben, die den Balkan so faszinierend machen? Für mich ist Südosteuropa vor allem eine Region in der man Ideen und Impulse für ein junges Europa finden kann, und genau darüber möchte ich berichten.

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Kommentare (8)

Helmut Gromer am

Sehr geehrter Herr Rüger,
ihren Bericht „Transsilvanien im Schnee – Winterreise ins kalte Herz Rumäniens“, ausgestrahlt im BR am 07.01.2017 um 16:45 Uhr habe ich gesehen und war entsetzt.
Selten habe ich einen Bericht im BR oder Phoenix gesehen der schlechter war als dieser.
Warum sie außer dem leidigen Thema „Dracula“ und „Wehrwölfe“ über dieses Land mit einer so interesannten Geschichte nichts weiter zu berichten finden, bleibt Ihr Geheimnis.
Sie haben vielen Bundesbürgern die in Siebenbürgen einst ihre Heimat hatten, eine Ohrfeige verpasst. Schade.

    Till Rüger am

    Sehr geehrter Herr Gromer,
    vielen Dank für Ihre kritischen Anmerkungen zu meiner Reisedokumentation von 2015 über Transsilvanien im Schnee. Ihr diesjähriger Kommentar zur 3. Wiederholung erinnert mich an Ihren Kommentar von 2015 und 2016, der fast die identische Wortwahl zeigt.
    Da ich für diese Dokumentation in den vergangenen Jahren zahllose ausschließlich positive Kommentare bekommen habe, schmerzt mich Ihre wiederholte Kritik um so mehr. Ich nehme sie mir wirklich zu Herzen und freu mich auf Ihre E-Mail im kommenden und in den folgenden Jahren.

    Hier der Link zur Langversion: https://youtu.be/Osx2ibgU9sU

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Till Rüger
    ARD Korrespondent

Silvia am

ganz viel Erfolg!

Anett und Uwe Meier am

Lieber Till,
wir wünschen dir für deine neue berufliche Herausforderung alles Gute. Haben deinen Bericht mit Interesse gelesen, er war sehr authentisch, informativ und lesenswert. Liebe Grüße Anett und Uwe

Anett Meier am

Lieber Till, alles Gute für deine neue Tätigkeit in Wien. Dein Portrait haben wir mit großem Interesse gelesen, sehr gut geschrieben: informativ, authentisch und lesenswert. Liebe Grüße Anett und Uwe

Regina Kaul am

Alles Gute, der einzige Beruf in dem man wirklich noch seinen Traum leben kann.Viel Spaß Old (Young)Shatterhand!

Jonas am

Alles Gute, Till!

vera cornette am

Ein abenteuerlustiger Korrespondent, das passt zum Berichtsgebiet! Gutes Gelingen & liebe Grüße nach Wien 🙂

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