Archiv
9. Juli 2014

Brasilien – Deutschland 1:7 „Wenn Fußball zu Kunst wird“ – kommentiert von Miljenko Jergovic

Das geht nicht gut für sie aus! – murmelte ich vor mich hin, als die brasilianische Hymne gespielt wurde und Tormann Julio Cesar und Kapitän David Luiz ein leeres Trikot mit der Nummer 10 des verletzten Mitspielers Neymar zwischen sich hielten.

Beim 0:3 rückt Jergovic zu Hause nah ran.
Beim 0:3 rückt Jergovic zu Hause nah ran.

Der aufgeregte Reporter des kroatischen Fernsehens erklärte seinem Publikum, dass beim Einlass ins Stadion Masken mit Neymars Gesicht verteilt worden waren, und zwar ungefähr sechzigtausend. Ach was, sechzigtausend, wahrscheinlich hatten alle sechzig Millionen die Maske des zweiundzwanzigjährigen Jungen über ihre Gesichter gezogen, der so blitzartig zum Symbol eines nationalen Selbstmitleids und Stolzes geworden war. Jenen Stolzes, der von uns verlangt, dass wir die eigenen Namen durch gemeinschaftliche, kollektive ersetzen und dass wir das blutige Hemd des verletzten Kameraden wie ein Banner vor uns hertragen.

Das schlechte Omen in Händen? Foto: picture alliance/dpa
Das schlechte Omen in Händen? Foto: picture alliance/dpa

Das geht nicht gut für sie aus! – murmelte ich in böser Vorahnung. Das, was sie getan hatten, passte zu kleinen, hässlichen, bösartigen Balkanvölkern, die von einer nationalen und selbstmitleidsvollen Hysterie erfasst werden, wenn sie ihren Opfern, die in ihren Befreiungskriegen verletzt, gefallen und verunglückt sind, zuwinken, so wie Pornostars mit nackten Brüsten wedeln und damit die Anzahl der Toten in die Höhe treiben, ihre Massengräber mit Silikon aufpumpen, aber zu Brasilien passt so etwas einfach nicht. Brasilien ist groß, es gibt keine größere Fußballgeschichte als die Brasiliens und kein einziges Spiel ist in unserer Erinnerung dem künstlerischen Ideal näher gekommen als das brasilianische, und deshalb darf Brasilien nicht über die Verletzung Neymars jammern. Denn ein solches Jammern ist, außer dass es an unangemessene nationale Zeremonien erinnert, ein Alibi für eine bevorstehende Niederlage. Ein Alibi und auch ein Grund für eine Niederlage. Mit Selbstmitleid hat noch keiner gewonnen. Und dann wehte in einem Atemzug, wie ein Windstoß durch nordische Birkenwälder, die erste halbe Stunde des Spiels über den Platz. In der neunundzwanzigsten Minute, als die Zeit plötzlich wieder normal verging, als das Spiel sich wieder in gewohnte Fußballbahnen lenkte, stand es 5:0 für Deutschland.

Was war passiert?

Die kroatischen Reporter, und wahrscheinlich nicht nur die kroatischen, waren im trunkenem Begeisterungsrausch. „Ein deutscher Blitzkrieg“, riefen sie und benutzten damit eine hässliche und unangemessene Metapher, für die man sie sofort zu einer kurzen Umerziehung in eine zuständige Institution schicken müsste, zum Beispiel ins Kino, wo sie ein paar Tage Dokumentarfilme von 1939 und den darauffolgenden Jahren anschauen müssten, in der Hoffnung, dass sie endlich begreifen, dass man manche Symbole und Wörter nur in einem bestimmten Sinn und Zusammenhang verwenden sollte. Nicht alle Wörter sind frei und können zu Metaphern gemacht werden. Manche Wörter sind lebendige Gräber.

Und außerdem ist die Metapher nicht nur hässlich, sie stimmt auch nicht.
Denn die Deutschen haben gar nicht wie Deutsche gespielt, sondern wie Brasilianer in ihren schönsten Auftritten. Leichtfüßig, scheinbar ohne Mühe und Anstrengung, so wie Deutsche im Verlauf unserer Erinnerung nie gespielt haben, stürmten sie auf Julio Cesars Tor zu und es war niemand da, der auch nur versucht hätte, sie aufzuhalten. Ich kann mich an keine europäische Mannschaft erinnern, die so gespielt hätte. Mein Großvater Franjo, der an dem Tag aufhörte Fußball zu schauen, als Ferenc Puskás 1958 zu Real Madrid ging, sagte immer, dass es niemandem je gelingen würde, so zu spielen wie das “leichtfüßige Pferdchen“ Puskás. Vielleicht war das die Wahrheit, vielleicht war das der Gipfel europäischer Fußballschönheit.

Eine von 60 000 Neymar Masken. Foto: picture alliance/dpa
Eine von 60 000 Neymar Masken. Foto: picture alliance/dpa

Nun aber muss man sich den 8. Juli 2014 merken, an dem die Deutschen wie ungarische „leichtfüßige Pferdchen“ gespielt haben, in einem wunderschönen Zigeunercsárdás siegten, mit dieser tragischen und gleichzeitig heiteren europäischen Musik, die dem lateinamerikanischen Geist und Tanz vielleicht am nächsten kommt. In der Halbzeit habe ich es dann überprüft: nur einmal hat Brasilien in der Geschichte der Fußballweltmeisterschaft fünf Tore kassiert. Aber auch dieses Spiel haben sie gewonnen.

Das war 1938, am 5. Juni in Straßburg im Achtelfinale der Weltmeisterschaft in Frankreich. Das Spiel endete 4:4 und es wurden Verlängerungen gespielt, vielleicht die aufregendsten in der Geschichte des Fußball. Drei Tore für Polen schoss Ernest Willimowski (einen Hattrick bei einer WM hatte zuvor und danach niemand gegen Brasilien erzielt). Willimowski war von der Nationalität her Deutscher. Mit Beginn des Krieges, als die Nazis Polen besetzten, bekam er Probleme, denn er spielte für Polen und war dort ein Volksheld. Seine Mutter sollte im Konzentrationslager enden. Er spielte dann doch für die deutsche Nationalmannschaft und konnte nach dem Krieg nie mehr polnischen Boden betreten. Bei der Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland wollte Willimowski das Hotel besuchen, in dem die polnische Nationalmannschaft untergebracht war, um sich mit ihnen zu unterhalten. Sie haben ihn nicht empfangen…

Von diesem wunderbaren Spiel inspiriert, vom schönen Fußball und vom Schicksal dieses Mannes, habe ich vor ein paar Jahren den Kurzroman „Willimowski“ geschrieben.
Und nun hat sechsundsiebzig Jahre später wieder jemand Brasilien fünf Tore verpasst. Unter den Torschützen war auch Miroslav Klose, der mit Ernest Willimowski das Schicksal komplizierter Identitäten gemein hat. Ich spreche hier absichtlich in der Mehrzahl, denn ein Mensch kann gleichzeitig Deutscher und Pole sein. Und dann wie Willimowski im tragischen Wandel der Geschichte weder das eine noch das andere sein. Polen bleiben immer Polen, Deutsche immer Deutsche. Es gehen immer die drauf, die das eine und das andere sind, oder etwas drittes. Die werden zu Staatenlosen, zum Ahasver, zum universellen Verräter.

Miroslav Klose nach seinem 16. Treffer bei einer Weltmeisterschaft. Foto: picture alliance/dpa
Miroslav Klose nach seinem 16. Treffer bei einer Weltmeisterschaft. Foto: picture alliance/dpa

Klose hatte allerdings Glück im Leben.
Nach dem fünften Tor hörten die Deutschen eigentlich zu spielen auf. Brasilien war gebrochen, und das war eigentlich das Ende. Die zweite Halbzeit wurde in fast lässiger Stimmung gespielt, als sei es ein Trainingsspiel, das auf einem kleinen Dorfplatz in der Nähe von Bergsanatorien und Fußballcamps stattfindet, wo die Mannschaften zwischen den großen Wettbewerben trainieren. In diesem Spiel ohne Spiel schossen die Deutschen noch zwei Tore. Brasilien schoss auch eines, nämlich das, das man meist das Ehren-Tor nennt. Dieses Wort wird in unserer Sprache nur noch in einem Zusammenhang gebraucht: Ehren-Salve bei einer Soldatenbeisetzung.

Solche Spiele sind wirklich selten zu sehen. Und bei Weltmeisterschaften schon gar nicht. Vielleicht bei Qualifikationsspielen für die WM oder, aber auch das sehr selten, bei europäischen Vereinsmeisterschaften. Aber der Zauber und die Schönheit liegt ja nicht darin, dass Deutschland Brasilien mit einem so überragenden Ergebnis besiegt hat, das sich in den kommenden Fußball- und Menschenleben sicher so schnell nicht mehr wiederholen wird, sondern die Schönheit liegt eigentlich in der Unverhofftheit dieses Ereignisses, in der unerwarteten, geradezu göttlichen Inspiration der Mannschaft, die bis vor ein paar Tagen noch so normal wirkte. Ja, denn sie waren wirklich gut und stark, aber doch normal. Aber gestern haben sich diese elf Spieler aus einer Sphäre in eine andere durchgekämpft, wurden von guten und talentierten Fußballern, von Glückspilzen, die gut verdienen und deren Gesichter in Reklamen für dieses oder jenes unnütze Produkt auftauchen, zu Künstlern, derentwegen man dieses Spiel für immer im Gedächtnis behalten wird.

Wichtig ist: dieses Spiel hat gezeigt, dass Fußball doch immer nur ein Spiel ist. Sobald er zu etwas anderem wird, ist der Fußball gleich weniger wert. Oder gar nichts mehr. In diesem Spiel gab es, genau wie in allen anderen, keine Erniedrigten, Überrannten, keine Vernichteten – wie die Berichterstatter der Spiele nach großen Niederlagen in Zeitungsberichten gerne dramatisch behaupten – und so ist auch Brasilien keineswegs erniedrigt worden. Natürlich stimmt es, dass die Gesichter kleiner verweinter brasilianischer Jungs zu sehen waren, aber auch die von Frauen, die sich auf einmal – langweilen. Wenn Sie genau hingeschaut haben, dann haben sie brasilianische Schönheiten gesehen, in den Fan-Farben geschminkt, in brasilianischen Trikots und ohne Neymars Maske auf dem Gesicht, die sich buchstäblich langweilen, so wie sich Frauen im letzten Jahrhundert langweilten, wenn man Fußball nur erwähnte.

Und jetzt das Finale.

Nach diesem Spiel wird es für die Deutschen sehr schwer gegen Argentinien oder die Niederlande, welche Mannschaft auch immer das Halbfinale gewinnt. Die halbe Stunde gegen Brasilien können sie nicht wiederholen und es ist wirklich nicht leicht, aus einem solchen Sieg in ein neues Spiel zu gehen, das noch viel wichtiger ist und in dem ein 7:1 gegen Brasilien wieder gar nichts bedeutet.


 

Brazil – Njemačka 1:7

Kada nogomet postane umjetnost

– Neće im ovo dobro proći! – promrmljao sam za sebe dok je svirala brazilska himna, a vratar Julio Cesar i kapetan David Luiz između sebe držali prazni dres s brojem 10, ozlijeđenoga suigrača Neymara.

Uzbuđenim glasom, reporter Hrvatske televizije izvještavao je svoju publiku da su na ulazu u stadion brazilskim navijačima dijeljene maske s Neymarovim likom, i da ih je podijeljeno oko šezdeset tisuća. Ama šta šezdeset tisuća, možda je svih šezdeset milijuna ljudi preko svojih lica navuklo krinke jednoga dvadesetdvogodišnjega mladića, koji je munjevito postao simbol nacionalnog samosažaljenja i ponosa. Onog ponosa koji od nas traži da svoja vlastita imena zamijenimo nekim zajedničkim, kolektivnim, i da kao svoj stijeg izvjesimo krvavu košulju svoga ranjenog kamarada.

– Neće im ovo dobro proći! – mrmljao sam zloslutno. To što su učinili vjerojatno i pristaje malim, ružnim i zlim balkanskim plemenima, kada ih hvata histerija nacionalističkog ponosa i samosažaljenja, i kada mašu svojim žrtvama, ranjenim, poginulim i stradalim u svojim oslobodilačkim ratovima, kao što porno zvijezde mašu golim dojkama, pa uvećavaju broj poginulih, pumpaju svoje masovne grobnice silikonima, ali takvo što Brazilu naprosto ne pristaje. Velik je Brazil, i ničija nogometna povijest nije veća od brazilske, i ničija igra nije u našim sjećanjima bila bliža umjetničkom idealu od brazilske, i zato Brazil ne može cviliti nad stradanjem Neymara. Jer takav cvilež osim što priziva nedostojne nacionalističke ceremonijale, alibi je za budući poraz. Alibi, ali i jedan od razloga porazu. Nitko još nije pobijedio samosažalijevajući se.

A onda je, kao u jednom dahu, kao u huku vjetra kroz sjeverne brezove šume, prohujalo prvih pola sata igre. U dvadeset devetoj minuti, kada je vrijeme opet počelo normalno proticati, i kada se utakmica vratila u uobičajene okvire nogometne igre, rezultat je bio 5:0 za Njemačku.

Što se dogodilo?

Hrvatski reporteri, vjerojatno ne samo hrvatski, urlali su u pijanom oduševljenju. „Njemački blitz krieg!“, kažu oni, i koriste ružnu, neprikladnu i nepristojnu metaforu, zbog koje bi ih valjalo poslati na kratki preodgoj u neku nadležnu instituciju, recimo u kino, da nekoliko dana gledaju dokumentarne filmove iz 1939. i nekoliko sljedećih godina, pa da shvate zašto neke riječi i simbole treba koristiti samo u jednom smislu i značenju. Nisu sve riječi slobodne da od njih stvaramo metafore. Neke su riječi živi grobovi.

Osim što je ružna, metafora je i posve kriva.
Naime, stvar je u tome što Nijemci nisu zaigrali kao Nijemci, nego kao Brazilci u njihovim najljepšim izvedbama. Lako, maštovito, naizgled bez velikog truda, reda i muke, onako kako Njemačka kroz naša sjećanja nikada nije igrala, prolazili su prema golu Julia Cesara, a da nije bilo onoga tko bi ih i pokušao zaustaviti. Ne sjećam se da sam vidio neku europsku reprezentaciju da tako igra. Moj djed Franjo, koji je prestao pratiti nogomet onoga dana kada Ferenc Puskás 1958. otišao u madridski Real, govorio je da nitko nikada neće odigrati kao što je nekada igrala Puskáseva „Laka konjica“. Možda je govorio istinu, možda je to bio vrhunac europske nogometne ljepote. Ako je tako, onda valja dugo pamtiti 8. juli 2014, kada je Njemačka zaigrala poput te madžarske „Lake konjice“, da pobijedi i da umre u ljepoti ciganskoga čardaša, te tragične i vedre europske muzike, koja je od svih naših muzika najbliža latinoameričkome duhu i plesu.

U poluvremenu sam provjerio: samo jednom su u povijesti svjetskih prvenstava Brazilci primili pet golova. Ali u toj su utakmici pobijedili.

Bilo je to 1938, 5. juna u Strasbourgu, u osmini finala Svjetskoga prvenstva u Francuskoj. Utakmica se završila 4:4, pa su se igrali produžeci, među najuzbudljivijim u povijesti nogometa. Tri gola za Poljsku dao je Ernest Willimowski (nitko prije ni poslije njega Brazilcima nije zabio het trik na Svjetskom prvenstvu). Po narodnosti Willimowski je bio Nijemac. Kada započne rat, a nacisti okupiraju Poljsku, imat će problema jer je nastupao za Poljsku i bio narodna zvijezda. Majka će mu završiti u koncentracijskom logoru. On će, ipak, nastupati u njemačkoj ligi, nakon čega nakon rata više nikada neće moći da stupi na poljsko tle. Za vrijeme Svjetskog prvenstva u Njemačkoj 1974, Willimowski je poželio da posjeti hotel u kojem je boravila poljska reprezentacija i da razgovara sa svojima. Nisu ga htjeli primiti…

Inspiriran ovom čudesnom utakmicom, i preplitanjem nogometa i čovjekove sudbine, prije nekoliko godina napisao sam kratki roman „Willimowski“.
I tako je, sedamdeset šest godina kasnije, opet netko Brazilu zabio pet golova.

Među strijelcima je i Miroslav Klose, koji s Ernestom Willimowskim dijeli usud kompliciranih identiteta. Namjerno govorim u množini, jer ljudi istovremeno mogu biti i Nijemci i Poljaci. I onda, poput Willimowskog, u tragičnom preokretu više ne biti ni jedno ni drugo. Poljaci će uvijek ostati Poljaci, a Nijemci će ostati Nijemci. Stradaju oni koji su i jedno, i drugo, a možda i treće. Oni postaju apatridi, Ahasveri, univerzalni izdajnici.

No, Klose je u životu imao sreće.
Nakon petoga gola Nijemci su, uglavnom, prestali igrati. Brazil je doživio slom, i to je, zapravo, bilo kraj. Drugo se poluvrijeme igralo u skoro revijalnom raspoloženju, poput trening utakmica, koje se odigravaju na malim seoskim igralištima uz planinska lječilišta i nogometne kampove, u kojima se timovi pripremaju između velikih natjecanja.

U toj igri bez igre, Nijemci su dali još dva gola. Brazil je dao jedan, onaj koji se, obično, naziva – počasnim. Iako nikada nisam razumio što bi u tom golu bilo – počasno. Ta riječ se u našem jeziku upotrebljava u samo još jednom smislu: počasni plotun na vojničkoj sahrani.

Ovakve se utakmice vrlo rijetko vide. I to ne na svjetskim prvenstvima. Možda u kvalifikacijama za odlazak na svjetsko prvenstvo ili, premda i to vrlo rijetko, u europskim klupskim natjecanjima. Ali nije čar ni ljepota u tome što je Njemačka pobijedila Brazil tako strašnim rezultatom, koji se, to je sigurno, neće ponoviti u sljedećih nekoliko nogometnih i ljudskih života, nego je ljepota u neočekivanosti samog događaja, u toj nenadanoj, gotovo božanskoj inspiraciji ekipe, koja je još do neki dan izgledala tako obično. Da, bili su dobri i snažni, ali obični. A jučer kao da su se iz jedne sfere probili u drugu, pa su, njih jedanaest, od dobrih i darovitih nogometaša, sretnika koji dobro zarađuju i čija se lica pojavljuju na reklamama za ovaj i onaj nepotrebni proizvod, pretvorili u umjetnike po kojima će se pamtiti ova igra.

Ono što je važno: ova utakmica pokazala nam je da je nogomet uvijek i samo igra. Čim postaje nešto drugo, nogomet manje vrijedi. Ili ne vrijedi ništa. U toj igri, kao ni u bilo kojoj drugoj, nema poniženih, ni zgaženih, ni uništenih – kako to nakon velikih poraza u novinama dramatično izmišljaju izvještači s utakmice – pa ni Brazil nije doživio nikakvo poniženje. Istina, vidjela su se u publici uplakana lica brazilskih dječaka, ali i lica žena koje se najednom – dosađuju. Da, ako ste dobro gledali, mogli ste to vidjeti: brazilske ljepotice, namazane navijačkim bojama, u dresovima nacionalne reprezentacije, i bez Neymarovih maski na licima, kako se dosađuju kao što su se u prošlome stoljeću žene u pravilu dosađivale već na sam spomen nogometa.

A sada finale.

Nijemcima će nakon ovakve utakmice biti strašno teško i protiv Argentine i protiv Nizozemske, koja god od tih reprezentacija pobijedi u polufinalu. Pola sata protiv Brazila ne mogu ponoviti, a nije lako iz tako velike pobjede ući u utakmicu koja je još mnogo važnija, i u kojoj 7:1 protiv Brazila više neće značiti ništa.

Kommentare (1)

Silver am

Danke dafür!!!
Sehr, sehr schön und stimmungsvoll resp. „melancholisch“ mit viel Raum zwischen den Zeilen für eigene Impressionen komponiert!
Toll!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.