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1. Juli 2014

Miljenko Jergovic kommentiert das WM Spiel Deutschland – Algerien (2:1)

Deutschland – Algerien 2:1 – Respekt statt Rache

Es ist falsch, zu glauben, die Geschichte würde nur von Siegern geschrieben. Sie wird von Verlierern geschrieben, denn nur sie haben das Bedürfnis, alles zu behalten, was wirklich geschah, während die Sieger nur die Umstände in Erinnerung behalten, unter denen sie gewannen. Und manchmal nicht einmal die. Es ist charakteristisch für Sieger, dass sie oft gewinnen, so dass ein Sieg den anderen überschattet. Echte Verlierer sind auch eher seltener bei großen Ereignissen dabei, weshalb sie ihre Niederlagen jahrhundertelang in Erinnerung behalten. So ist es im Fußball. Und vielleicht auch im Leben.

Der Kommentar Miljenko Jergovics kommt diesmal aus der platonischen Höhle seines Wohnzimmers. Man sieht ihn umgeben von Büchern, während sich hinter seinem Rücken, an der Höhlenwand, die Schatten der großen Fußballgeschichte abzeichnen… - Foto: BR
Der Kommentar Miljenko Jergovics kommt diesmal aus der platonischen Höhle seines Wohnzimmers. Man sieht ihn umgeben von Büchern, während sich hinter seinem Rücken, an der Höhlenwand, die Schatten der großen Fußballgeschichte abzeichnen… – Foto: BR

Ich war sechszehn, als ich das hässlichste Spiel aller Zeiten im Fernsehen anschaute. Es war Sommer, ein viel heißerer als der jetzige, wir sollten bald ans Meer fahren, und ich schaute in unserer Wohnung in Sarajevo das Spiel zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Österreich an. Es war jene Weltmeisterschaft im Jahr 1982, die am Ende die Italiener gewinnen sollten, das Spiel fand als letztes in dieser Qualifikationsgruppe in Gijon statt, in der außerdem noch Algerien und Chile spielten.

Die Algerier hatten die Deutschen zuvor in einem der schockierendsten Spiele der Weltmeisterschaft mit 2:1 besiegt, mit Toren durch Madjer und Belloumi, und einem von Rummenigge. An jenem Tag hatte ich mich blind in Mustafa Rabah Madjer verliebt, einer dieser wunderbaren Fußballmeister, die nie Weltmeister werden oder den goldenen Fußballschuh gewinnen, aber im Spiel über sich hinauswachsen. Am Rande der Fußballgeschichte haben solche Spieler kleine Wunder vollbracht, wurden zu kleinen Legenden und waren damit, zumindest für mich, aufregender als die großen Wunder der großen Legenden. (Später in den Achzigern sollte Madjer für den FC Porto und für Valencia spielen, wo ich ihn in den Sportrubriken der Zeitungen und bei Vereinsmeisterschaften verfolgen sollte; es war noch eine Zeit, in der es im Fernsehen noch nicht so viele Sportkanäle gab.)

Nachdem sie die Deutschen besiegt hatten, verloren die Algerier haushoch gegen die Österreicher. Sie dachten vielleicht, dass Österreich von alleine fallen würde. Aber das passiert natürlich nicht. Und das ist genau der Grund, weshalb die Schwächeren manchmal die Stärkeren besiegen, um dann gegen noch Schwächere zu verlieren.

Vor dem Spiel in Gijon jedenfalls, war den Algeriern jedes Ergebnis recht, außer einem knappen Sieg der Deutschen. Nur damit konnten die Algerier ausscheiden und die Deutschen und Österreicher weitergekommen. In der elften Minute schoss Horst Hrubesch das Tor, das die Deutschen in Führung brachte. Danach passierte achzig Minuten nichts mehr. Deutsche und Österreicher schossen sich friedlich gegenseitig die Bälle zu und warteten darauf, dass das Spiel vorbeiging.

Es war ein manipuliertes Spiel. Schlimmer als ein manipuliertes Spiel, es war eine kosmische Ungerechtigkeit. Ein Grund, wehalb man Fußball hassen lernt, aufhört, Fußballspiele anzuschauen und blind auf einen fernen Tag hofft, an dem Algerien über Deutschland siegen wird.

Ich bin kein Algerier, aber die Schande von Gijon hat mich im Juni 1982 sehr getroffen. Bei dieser Weltmeisterschaft spielte auch der algerische Auswahlspieler Vahid Halilhodzic. Er war ein guter Stürmer, führte großartige Freistöße aus, hatte eine gute Sprungtechnik und ein gutes Kopfballspiel. Aber er war labil, ließ sich leicht demotivieren und enttäuschen, meuterte gegen Schiedsrichterungerechtigkeiten und verwandelte sich in einen richtigen Verlierer.

So war er als Spieler, als Trainer aber wieder ganz anders. Er konnte kleine Verlierermannschaften glauben machen, sie seien die Champions und könnten jeden besiegen. Das, was Vahid Halilhodzic mit Algerien machte war eine Art bosnischer magischer Realismus (Vahid wurde 1951 in Jablanica geboren und entwickelte sich als Spieler beim FK Velez in Mostar, danach spielte er in Frankreich…).

Den ganzen Montag habe ich vor dem Spiel darüber nachgedacht, ob sich wohl jemand an die Nationalmannschaftsschande von Gijon erinnert? Miroslav Klose zum Beispiel? Er war damals sechs Jahre alt, aber seine Eltern hatten ihn schon aus seiner Geburtsstadt Opole weggeholt. Sein Vater Josef, selbst Fußballer, wechselte vom Opoler Verein Odra zu AJ Auxerre, spielte im Sommer 1982 allerdings schon beim Viertligisten FC Chabon. Hatte er das Spiel Deutschland gegen Österreich mit seinem Sohn zusammen im Fernsehen verfolgt? Wahrscheinlich nicht.

Wahrscheinlich erinnert sich auch der deutsche Trainer Joachim Löw nicht an dieses zarte Duell mit den Österreichern. Er war damals zweiundzwanzig, spielte für den SC Freiburg, schaffte es aber nie in die Nationalmannschaft. Aber Trainer erinnern sich nicht an ferne Spiele, sie sind nicht anfällig für geschichtliche Mythen und Legenden, genauso wenig wie für Fußballfiktionalisierungen…

Trainer kümmern sich um physische Fitness und um Taktik im Spiel. Sie genießen die Choreografie, lang vergangene Probleme gehen sie nichts an. Für sie hat Fußball keine Erinnerung. Falls sie nicht vom Balkan kommen.

Zu Beginn des Spiels, das ich in Zagreb anschaue, macht uns der Kommentator auf einen diplomatischen Vorfall aufmerksam, der sich bei der Pressekonferenz ereignet hatte. Bundestrainer Löw sei angeblich entsetzt gewesen, als Halilhodzic eine „Rache“ für Gijon 1982 erwähnte. Löw findet, dass dies ein unangemessenes Vokabular für ein Fußballspiel ist.

Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob er sich an den Tag der großen Manipulation erinnert. Aber ich bin mir sicher, dass der Bosnier auch dann von einer „Rache“ gesprochen hätte, wenn er sich nicht erinnerte, was die Deutschen den Algeriern damals angetan haben. Für eine Rache braucht man auch keine Erinnerung. Dafür reicht auch eine Legende.

WM 2014 - Manuel Neuer hält die gegnerische Kontraparade auf - Foto:  picture alliance / dpa
WM 2014 – Manuel Neuer hält die gegnerische Kontraparade auf – Foto: picture alliance / dpa

Das Spiel ist von Anfang an schön und ungewöhnlich. In der ersten halben Stunde spielen die Algerier besser, haben mehr Torchancen, bewegen sich sicherer und sind in jeder Hinsicht dominanter. Danach übernehmen die Deutschen langsam das Spiel. Aber sie bringen keine echten Chancen zustande, sie sind von einem Durchbruch der gegnerischen Abwehr weit entfernt. Das Spiel zieht sich lang zwischen den zwei Tormännern hin, es sieht fast aus, als sähen wir ein Duell zwischen Rais M’Bolhi und Manuel Neuer, zwischen zwei Gleichaltrigen, zwei Achtundzwanzigjährigen. Der Algerier hält sogar manche Bälle, die kaum zu halten sind, und Neuer hält die gegnerische Kontraparade auf, hält den letzten Verteidigungsspieler auf, oder wie wir sagen den „Bek“ (von engl. back) oder Centarhalf. Am Ende hat er mehr Glück.

In der zweiten Halbzeit ist der Ball fast ausschließlich bei den Deutschen. Sie kombinieren, spielen sich die Bälle in kurzen und ermüdenden Bögen zu, fast wie Lateinamerikaner und stürmen dann blitzartig auf den gegnerischen Strafraum zu, wo dann nichts passiert. Entweder hält M’Bolhi den Schuss oder es kommt, wie in den meisten Fällen, gar nicht zum Schuss. Der Ball geht irgendwo verloren, rollt ins Aus, verschwindet oder wird von einem schnelleren Algerier aufgenommen und wieder in Richtung Neuer geschossen.

Ich verstehe das deutsche Spiel, ehrlich gesagt, nicht ganz. Nicht nur in diesem Spiel, sondern schon während der ganzen Weltmeisterschaft nicht. Sie spielen mit einem illegalen, versteckten, nicht existenten Abwehrspieler und in der Hoffnung, dass die Mittelfeldspieler durch irgendeinen Zauber wie bei Aschenputtel, zu Prinzen werden und Kürbisse zu Kutschen. Wenn das so nicht klappt, dann kommt Miroslav Klose ins Spiel, der aber heute nicht dabei ist. Heute sieht es so aus, als solle Thomas Müller ein Tor schießen, und wenn schon nicht mit den Füßen oder dem Kopf, dann doch zumindest mit seinem -Nachnamen. Ich kenne mindestens zwei seiner Namensvettern, denen quasi alles gelang. Gerd konnte ein Tor sogar mit den Augenwimpern schießen, mit dem Schnürsenkel oder einfach nur durch die Kraft der Gedanken. Und sogar mit dem Hintern hat er es oft genug getan. Und Dieter wurde 1976 im Halbfinale der Europameisterschaft gegen Jugoslawien eingewechselt und schoss drei Tore und wendete damit das Spielergebnis, das nach der Halbzeit 2:0 für Jugoslawien stand. Es stimmt allerdings, dass er solche Dinge später nicht mehr geschafft hat…

Aber so war es nicht, Müller hat diesmal kein Tor geschossen.

WM 2014 - Mesut Oezil schießt das 2. Tor zum 2:0 gegen Algerien - Foto:  picture alliance / dpa
WM 2014 – Mesut Oezil schießt das 2. Tor zum 2:0 gegen Algerien – Foto: picture alliance / dpa

Geschossen hat es zu Beginn der ersten Verlängerung Andre Schürrle und dann war es im Prinzip auch gelaufen. Später, schon im Taumel des Todeskampfes der humorlosen Krieger auf dem grünen Feld, vergrößerte Mesut Özil den Abstand auf 2:0 und die Algerier verringerten ihn in der letzten Minute wiederum auf 2:1 und das Spiel war vorbei.

Ein Spiel ohne böse Blicke, ohne blutige Fouls und ohne Hass. Ein schönes Spiel, bei dem sich die Gegner gegenseitig mehr respektierten, als dies heutzutage üblich ist. Gijon 1982 ist lange vorbei. Die Welt hat sich in der Zwischenzeit schon ein paarmal verändert.

Das Spiel fand zur Zeit des Ramadan statt, wenn die Gläubigen vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang fasten müssen. Sie dürfen noch nicht einmal einen Schluck Wasser trinken und nichts essen… Aber ein Mensch, der auf Reisen ist, muss nicht fasten. Sind die Spieler der Weltmeisterschaft in Brasilien auf Reisen? Da gehen die Meinungen der religiösen Autoritäten angeblich auseinander. Ich glaube, die Algerier haben nicht gefastet. Die Algerier nicht und die Deutschen auch nicht. Aber es war wirklich schön, dieses Ramadan-Fußballspiel.


 

Njemačka – Alžir 2:1 – Respekt umjesto osvete

Krivo je misliti da povijest pišu pobjednici. Pišu je gubitnici, jer samo oni imaju potrebu da pamte što se zapravo dogodilo, dok pobjednici pamte tek okolnost da su pobijedili. Ili ponekad ni to. Za pobjednike je karakteristično da često pobjeđuju, pa jedna pobjeda zasjeni drugu. A pravi gubitnici rijetko i sudjeluju u velikim događajima, pa svoje poraze pamte stoljećima. Tako je to u nogometu. A možda je tako i u životu.

Imao sam šesnaest godina kada sam na televiziji gledao najružniju utakmicu u životu. Bilo je ljeto, mnogo toplije nego ovo, uskoro smo trebali ići na more, a ja sam sam, u našem sarajevskom stanu gledao utakmicu između Savezne Republike Njemačke i Austrije. Bilo je to ono Svjetsko prvenstvo 1982, koje će na kraju osvojiti Talijani, utakmica se igrala u Gijonu, kao zadnja u drugoj kvalifikacijskoj grupi, u kojoj su još sudjelovali Alžir i Čile.

Alžirci su prethodno u jednoj od najšokantnijih utakmica Svjetskog prvenstva pobijedili Nijemce 2:1, golovima Madjera i Beiloumija, te Rummeniggea. Tog dana sam se slijepo zaljubio u Mustafu Rabaha Madjera, jednoga od onih čudesnih nogometnih velemajstora, koji nikada neće postati ni svjetski prvaci, niti će osvajati Zlatne kopačke, ali će biti u stanju da nadigravaju veće od sebe. Na marginama nogometne povijesti takvi su stvarali mala čuda i ulazili u male legende koje su, barem meni, bile uzbudljivije od velikih čuda i velikih legendi. (kasnije će, tokom osamdesetih, Madjer igrati u Portu i Valenciji, a ja ću ga pratiti po novinskim sportskim rubrikama i u europskim klupskim natjecanjima; bilo je to vrijeme kada na televizijama nije još bilo ovolikih sportskih kanala).

Nakon što su pobijedili Nijemce, Alžirci su glatko izgubili od Austrije. Vjerovali su, valjda, da će Austrija pasti sama od sebe. Ali to se, naravno, ne događa. I to je razlog što mali ponekad pobijede velike, da bi zatim izgubili od još manjih.

Uglavnom, pred utakmicu u Gijonu, Alžiru je odgovarao baš svaki rezultat, osim minimalne pobjede Nijemaca. Jedino s njom, Alžirci bi ispali, a dalje bi išli Nijemci i Austrijanci.

U jedanaestoj minuti utakmice Horst Hrubesch dao je gol za njemačko vodstvo. I nakon toga se, u sljedećih osamdeset minuta, nije dogodilo više ništa. Nijemci i Austrijanci su se miroljubivo dodavali, i čekali da utakmica prođe. Bila je to namještaljka. Bilo je to gore od namještaljke, kosmička nepravda, razlog da čovjek zamrzi nogomet, da ga prestane gledati ili da se slijepo nada kako će jednoga dalekog dana Alžir ponovo pobijediti Njemačku.

Nisam Alžirac, ali silno me je pogodila sramota u Gijonu, juna 1982.

Na tom je Svjetskom prvenstvu igrao i današnji selektor Alžira Vahid Halilhodžić. Bio je dobar centrarfor, sjajno je izvodio slobodne udarce, imao dobar skok i igru glavom. Ali bio je nestalan, lako bi se demotivirao i razočarao, pa bi se bunio protiv sudačkih nepravdi i pretvarao se u gubitnika.

Takav je bio kao igrač, kao trener je drukčiji. U malim i gubitničkim ekipama u stanju je stvoriti uvjerenje da su veliki šampioni i da mogu pobijediti svakoga. Ono što Vahid Halilhodžić radi s Alžirom neka je vrsta bosanskoga magijskog realizma (Vahid je rođen 1951. u Jablanici, formirao se kao igrač u Veležu iz Mostara, a zatim je igrao u Francuskoj…)

Cijelog ponedjeljka pred utakmicu, razmišljao sam pamti li itko u njemačkoj reprezentaciji sramotu u Gijonu 1982? Miroslav Klose, recimo? Imao je u to vrijeme šest godina, ali već su ga roditelji odnijeli iz rodnog Opola. Otac Josef, također nogometaš, prešao je već iz opolske Odre u AJ Auxerre, ali u ljeto 1982 već je igrao u nižerazrednom FC Chalonu. Je li sa sinom na televiziji gledao utakmicu između Njemačke i Austrije?

Vjerojatno nije.

Vjerojatno ni njemački izbornik Joachim Löw ne pamti taj nježni duel s Austrijancima. Imao je tada dvadeset dvije godine, igrao je za SC Freiburg, ali nikada nije dorastao do reprezentacije. A treneri ne pamte davne utakmice, nisu podložni povijesnim mitovima i legendama ni fikcionalizaciji nogometa… Treneri vode računa o fizičkoj spremi i o taktici igre. Oni ne uživaju u koreografiji, ne muče ih davne moralne dileme. Za njih nogomet je igra bez sjećanja. Ako ne dolaze s Balkana.

Na početku utakmice, koju gledam u Zagrebu, reporter nas upozorava na diplomatski incident s konferencije za štampu. Njemački selektor Löw bio je, navodno, zaprepašten time što je Halilhodžić spominjao „osvetu“ za Gijon 1982. Löw misli da je to neprimjeren rječnik za jednu sportsku utakmicu.

Ali ja ni dalje nisam siguran da se Nijemac sjeća Dana velike prevare.

I siguran sam da bi Bosanac spominjao „osvetu“ čak i da ne pamti što su Nijemci tada učinili Alžircima.

Na kraju, za osvetu nije ni potrebna memorija. Dovoljna je legenda.

Otpočetka, utakmica je lijepa i neobična. U prvih pola sata, Alžirci su bolji, imaju više prilika, sigurniji su i u svakom pogledu dominantniji. Nakon toga Nijemci malo pomalo preuzimaju igru. Ali ne stvaraju šanse, daleko su od toga da razbiju protivničku obranu. Utakmica se dugo odvija od golmana do golmana, čini nam se da gledamo dvoboj Raisa M’Bolhija i Manuela Neuera, dvojice vršnjaka, dvadesetosmogodišnjaka. Alžirac će često braniti i ono što se obraniti ne može, a Neuer će zaustavljati protivničke kontranapade i igrati posljednjeg čovjeka obrane, beka, centarhalfa. Na kraju, on će imati i više sreće.

U drugom poluvremenu lopta je gotovo neprestano kod Nijemaca. Kombiniraju, igraju od jednog do drugog, kratka i zamorna dodavanja, poput nekih Latinoamerikanaca, a zatim se munjevito razvijaju prema protivničkom šesnaestercu i – ne dogodi se ništa. Ili M’Bolhi obrani šut, ili češće – šuta ni nema. Lopta se negdje izgubi, otkotrlja se u aut, nestane, ili je ugrabe brzi Alžirci pa se stušte prema Neueru.

Ne razumijem baš najbolje njemačku igru. Ne samo u ovoj utakmici, nego na cijelom svjetskom prvenstvu. Igraju s ilegalnim, skrivenim i nepostojećim centarforom, u vjeri i nadi da će se nekom čarolijom, kao u Pepeljugi, vezni igrači pretvoriti u prinčeve, a bundeve u kočije. Kada tako ne ide, onda u igru uđe Miroslav Klose, ali danas ga nema. Danas se, izgleda, očekuje da Thomas Müller da gol, pa ako ga ne ide ni nogom, ni glavom, neka da gol – prezimenom. Poznavao sam barem dvojicu njegovih prezimenjaka kojima je sve uspijevalo. Gerd je mogao zabiti gol trepavicom, vezicom na kopački, mišlju. A stražnjicom ga je zabijao često. A Dieter je 1976., u polufinalu Prvenstva Europe, ušao kao rezerva protiv Jugoslavije, zabio tri komada, i preokrenuo rezultat koji je na poluvremenu bio 2:0 za Jugoslavene. Istina, takve stvari kasnije više nije ponavljao…

Ali ne, nije Müller dao gol.

Dao ga je, na početku prvog produžetka, Andree Schürrle, i tada je, uglavnom, sve bilo gotovo. Poslije je, već u agoničnom teturanju mrtvihumornih ratnika po zelenom igralištu, na 2:0 povećao Mesut Özil, da bi u posljednjoj minuti Alžirci smanjili rezultat, i bilo je gotovo.

Utakmica bez ružnih pogleda, bez krvničkih prekršaja i bez mržnje. Lijepa utakmica, u kojoj su se suparnici međusobno poštovali više nego što je to danas običaj, i u kojoj nije bilo ništa od osvete. Davno je prošao Gijon 1982. Mnogo puta se od tada preokrenuo svijet.

Igralo se u vrijeme svetoga muslimanskog mjeseca Ramazana, kada su vjernici dužni da poste od zore do sumraka. Ne smiju popiti ni gutljaja vode, ne smiju jesti… Čovjek koji je na putu nije dužan da posti. Jesu li igrači na putu ako su na Svjetskom prvenstvu u Brazilu? Tu se mišljenja islamskih vjerskih autoriteta, navodno, razilaze. Mislim da Alžirci nisu postili. Ni Alžirci, ni Nijemci. Ali baš je dobra bila ova ramazanska utakmica.

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