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21. Mai 2014

Balkan-Flut: Das Wasser geht zurück, die Probleme bleiben

Hochwasser in Serbien – Karla Engelhard berichtet aus einem Flüchtlingslager in Belgrad:

Die Pegel der meisten Flüsse in den Hochwassergebieten gehen zurück, weil kein Regen mehr fällt. Dennoch bleiben Probleme: In Belgrad wird der Scheitelpunkt am Zusammenfluss von Donau und Save noch erwartet, die Energieversorgung Serbiens ist weiter bedroht. In Kroatien brach ein Damm.

Insgesamt zählten die Behörden in den betroffenen Ländern Bosnien, Serbien und Kroatien fast 50 Tote, die Zahl der Opfer könnte noch steigen, denn es werden noch Menschen vermisst. Hunderttausende sind zu Flüchtlingen geworden – wie in den Kriegen der 1990er Jahre.

Die Schäden gehen in die Milliarden, schätzen die Behörden der betroffenen Länder. Fäulnisgeruch liegt in der Luft, Seuchengefahr droht durch Tier-Kadaver und Fäkalien, warnen Experten. Und auch die Gefahr durch Minen ist weiter gegeben, bei Brcko in Bosnien explodierte eine Landmine, die jedoch niemand verletzte. Minen-Räumer kartieren jetzt die Minenfelder neu, vor allem in Bosnien. Drohnen helfen bei der Suche.

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