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12. April 2014

Süd-Ost-Sound aus Bosnien: Bozo Vreco – unkonventioneller Star des bosnischen Fado

(Präsentiert von Eldina Jasarevic)

Sevdah oder „ bosnischer Fado“ gilt als Musik der bosnischen Moslems. Weil die Ursprünge der melancholischen Liebeslieder im Osmanischen Reich liegen.

Einer der aktuellen Stars des Sevdah ist allerdings bosnischer Serbe: Bozo Vreco. Der 30-Jährige stammt aus der ostbosnischen Stadt Foca, die als Hochburg serbischer Nationalisten gilt.

Bozo bei seinem Sarajevo-Konzert
Bozo bei seinem Sarajevo-Konzert

Bozo Vreco verließ Foca und zog „zu den Moslems“ nach Sarajevo, um Sevdah zu singen. Weil diese Musik „sein Leben“ sei. Bozo hat sich damit über ethnische Grenzen hinweggesetzt. Vor allem aber bricht er ein anderes balkanisches Tabu: Er will sich nicht auf eine klar definierte Sexualität festlegen lassen. Auf der Bühne zeigt er seine weibliche Seite. Trägt Kleider und Make up.

Vanja Lisac, Bozo Vreco und Emina Ganic Foto: Edin Hadzihasic Fotoquelle: klix.ba

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