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14. März 2014

Mit gefälschten Pässen in die EU

Moldawien liegt zwischen Rumänien und der Ukraine und ist gespalten wie der Nachbar: Auch hier ist ein Teil der Bevölkerung eher Russland zugewandt, der andere Teil orientiert sich nach Europa. Schon bald will die EU allen Moldauern Visa-Freiheit bei Reisen nach Europa gewähren. Immerhin ein erster Schritt. Denn bisher durften die Moldauer, die keine rumänischen Wurzeln nachweisen konnten, ohne Visum nur nach Russland reisen.
Es sei denn, man erfindet rumänische Verwandte.

Immer mehr Moldauer beantragen so einen EU-Pass:  In Chișinău, der Hauptstadt Moldawiens, besorgen Händler die nötigen Unterlagen und Siegel. Für ihre Kontakte zu rumänischen Beamten muss man allerdings viel Geld zahlen. Rumänien vergab zwischen 1991 und 2012 im Rahmen des sogenannten vereinfachten Verfahrens an 335.000 Ausländer seine Staatsbürgerschaft, neben Moldauern vor allem an Ukrainer. Die rumänische Regierung hat mit ihrer großzügigen Passvergabe dabei gleich mehrere Ziele. Till Rüger über ein Land zwischen Ost und West.

Hier geht es zum Beitrag in der ARD Mediathek

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